Im Zuge der Verwaltungsreform schlossen sich 1972 die Gemeinden Diepoldshofen, Friesenhofen, Gebrazhofen, Herlazhofen, Hofs, Reichenhofen, Winterstetten und Wuchzenhofen mit der Stadt Leutkirch im Allgäu zusammen. Das württembergische Allgäu kam zum Kreis Ravensburg. Leutkirch, seit 1974 Große Kreisstadt, ist heute mit 175 Quadratkilometern flächenmäßig eine der größten Gemeinden Baden-Württembergs. Die Umgebung lädt ein zu einem abwechslungsreichen Kultur- und Freizeitprogramm.
Kleiner Blick ins Geschichtsbuch
Leutkirch kann auf eine mehr als 1200-jährige Geschichte zurückblicken und besitzt seit mehr als 700 Jahren die Stadtrechte. Zum Hauptgewerbe gehörte die Leinwandweberei und der Leinwandhandel. Um 1500 zählte man über 200 Weber in der Stadt. 1803 wurde Leutkirch der bayerischen Landeshoheit unterworfen. Während der bayrischen Zeit war Leutkirch Station der Salzstraße in die Schweiz.
Sehenswürdigkeiten
Am ehemaligen Stadtbach
Der Stadtbach führte einst parallel zur Eschach durch die mit gutbürgerlich schwäbischen Wirtshäusern bestens bestückte Obere Vorstadt. Er diente vor allem der Entsorgung. Der „Beobachter”, ein 2002 geschaffenes Kunstwerk von Roland Martin, scheint ihm nachzutrauern. Links steht die „Metzig“, das ehemals städtische Schlachthaus. Folgt man der Bachstraße, so kommt man vorbei am Fachwerkbau des ehemaligen evangelischen Pfarrhauses zum Kornhaus, das heute die Stadt-Bibliothek und eine ständige Galerie für Maler der Region beherbergt..
Im ehemaligen Gerberviertel wurde das Wasser des Stadtbachs ebenfalls dringend gebraucht. An den eng gedrängten Häusern sind noch einige hölzerne Altanen erhalten, die daran erinnern, dass hier die Häute getrocknet wurden. Bevor der Bach wieder aus der Altstadt verschwand, musste er noch das Rad der Stadtmühle (heute Feuerwehrhaus) drehen. Die bogenförmige Umgürtung der Altstadt lässt sich an dieser Stelle gut erkennen. Vom Ringbereich führen nur wenige Schritte zu einer weiteren Stadtpforte zwischen dem alten Zehntstadel des Spitals und der „Linde“. Gleich daneben steht die evangelische Dreifaltigkeitskirche, entstanden zwischen 1613 und 1615. Schlank ragt ihr heller Turm in den Himmel. Mit dem Turm von St. Martin bestimmt er die Silhouette der Stadt vor dem dunklen Hintergrund der Wilhelmshöhe. 1860 wurde sie nach Erdbebenschäden neugotisiert, 1972/73 im Inneren im Stil der Zeit völlig neu gestaltet.
Das geistliche Viertel
Das etwas höher gelegene Quartier im Südosten der Altstadt bildet das geistliche Viertel der Stadt. Etliche ruhige und idyllische Plätzchen gibt es da, verbunden durch Treppen und steile Gassen. Malerisch wirkt der spitze, efeuumrankte Pulverturm mit seiner Ritterles-Wetterfahne. Kirchliche Einrichtungen dominieren. Voran die katholische Stadtpfarrkirche St. Martin mit wuchtigem Turm samt Zwiebelhaube. Ihr verdankt Leutkirch Ursprung, Namen und Wappen. Die „Leutekirche“ wird schon 848 genannt. Zu Füßen dieser Keimzelle wuchs die Siedlung als Marktflecken heran. Die heutige Gestalt erhielt St. Martin anno 1519. Es ist eine der für diese Zeit typischen Hallenkirchen. Kennzeichen dafür ist die gleiche Höhe der Schiffe. Von der gotischen Ausstattung verblieben nur Reste; bemerkenswert eine Anna Selbdritt und eine Muttergottes (linkes Seitenschiff, hinten). Die im 20. Jahrhundert eingefügten neuen Kunstwerke passen sich gut in den Raum ein. Auch als sich in Leutkirch die Reformation durchsetzte (1546), verblieb St. Martin den Katholiken, obwohl fortan nur 25 katholische Bürger in der Stadt leben durften. Die Stadt bildete im katholisch-vorderösterreichischen Umland eine protestantische Insel.
Franziskanerinnen, die mit viel weiblicher List Bekehrungsversuche evangelischer Prediger abwehren konnten, lebten bis 1804 in dem hohen Klostergebäude, eingeklemmt zwischen den Chor von St. Martin und die Stadtmauer. Den Ideen der aus dem Bregenzer Wald stammenden Gebrüder Beer war somit ein enger Rahmen gesetzt, als sie um 1690 das Klostergebäude zu einem Dreiflügelbau erweiterten. Heute enthält das Gebäude Wohnungen für Senioren. Westlich unterhalb der Kirche erstreckt sich das ehemalige, 1418 gegründete Spital, ein Komplex (jetzt Technisches Rathaus) aus zwei Fachwerkbauten und der bescheidenen Spitalkirche, der heutigen Gedächtniskirche. Sie musste nach der Reformation zunächst als evangelisches Gotteshaus genügen.
Das Rathaus
Repräsentativ und standesgemäß für eine ehemalige Reichsstadt ist das 1740/41 erbaute Rathaus. Es zählt zu den schönsten barocken Profanbauten in Oberschwaben. Man entdeckt über dem Balkon das alte Wappen mit „Leutekirche” und Doppeladler, dem Logo der freien Reichsstädte. Von der offenen Erdgeschosshalle führt eine Treppe in die untere Laube und dann höher zur „Beletage“ mit ihrem besonders reichen Stuck. Im Schwörsaal sieht man eine zum Schwur erhobene Hand – Erinnerung an den Schwörtag, den „Staatsfeiertag“ der kleinen Republik, an dem die Bürger den Eid auf die Stadtverfassung ablegten (und danach tüchtig zechten). Schönster Raum ist der Ratssaal mit seinem figürlichen Deckenstuck aus der Hand von Johannes Schütz, einem Schüler des berühmten Wieskirch-Baumeisters Dominikus Zimmermann. Die von ihm geschaffenen allegorischen Figuren gemahnen die Ratsherren bis zum heutigen Tage in allen weltlichen und religiösen Fragen korrekt und tugendhaft zu handeln.
Der „Bock“
Bauliche Dominante am Gänsbühl ist „der Bock“, über dessen Hausnamen schon immer gerätselt wird. Es ist ein behäbiges Gebäude, in der Grundsubstanz spätgotisch, bedeckt mit barockem Walmdach. In dem vorbildlich sanierten Haus findet das städtische Museum ideale Räumlichkeiten. Die liebevoll präsentierten Sammlungen dokumentieren die Historie Leutkirchs und der weiten Umgebung. Schwerpunkte bilden die Volkskunst, die Glasmacherei sowie das Handwerk. Eine Rarität sind die vielen bunten Schießscheiben. Sie zeugen vom einstigen Üben mit den Feuerwaffen – ebenso vom vergnüglichen Wettschießen bei Festen. Vom Museum erreicht man über den Wehrgang die ehemalige Folterkammer, „Wahrsage“ genannt – aus heutiger Sicht ein fast zynischer Name. Die peinlichen Verhöre sind jedoch Geschichte. Heute steht dort eine komplette Seilerwerkstatt, in der sich der Museumsbesucher seinen Strick drehen kann. Ein wichtiges Glied in der Ummauerung bildete der imposante Bockturm – Auslug und Quartier des Turmwächters.
Marktstraße und nördliche Altstadt
Der Grundriss der Altstadt entspricht auch heute noch der mittelalterlichen Anlage. Heute verkehrsberuhigt wird der nördliche Abschnitt jeden Montag Schauplatz bunten Markttreibens. Geschäfte locken zum Einkaufsbummel, Cafés und Wirtshäuser zur Einkehr. Die Gebäude zeigen mal den Trauf, mal den Giebel zur Straße, unterscheiden sich durch Farbe und viele liebenswerte Details.
In der nördlichen Marktstraße fällt durch Größe, Walmdach und Spitzbogen das „Gotische Haus“ ins Auge. Um 1378 erbaut, gilt es als eines der ältesten Gebäude Oberschwabens. Die Bauhistoriker schätzen es, weil sich mit diesem Bau erstmals über einem gemauerten Steinsockelteil eine Bohlenständerkonstruktion erhebt. Das kann man sehr schön vom Museum aus studieren oder wenn man durch die Toreinfahrt in den Hof gelangt. Das einstige Färberhaus kam 1989 in städtischen Besitz – Beginn einer beispielhaften Rettungsaktion. Dabei konnten auch im Innern Reste gotischer Wände, Decken und Öfen freigelegt werden. Heute beherbergt das Gotische Haus die Geschäftsstelle der Volkshochschule und die Touristinfo der Stadt. Die Obergeschosse sollen der Kunst und dem Kunstschaffen vorbehalten werden.
Das Untere Tor schloss einst die nördliche Marktstraße ab. Kuh mit Kälble, in Stein gehauen, erinnern an die in diesem Bereich abgehaltenen Viehmärkte. Zum Marktbesuch gehörte auch das „Einkehren“ mit Brätknödeln, „Kuttle“ und „Schüblingen“. Daher auch die zahlreichen Gaststätten in der Unteren Vorstadt. Diese ist wie die Obere Vorstadt ein ehemaliges Dorf, das auch nach der Stadtgründung fortbestand. Wer Zeit und Muße hat, kann die noch erhaltenen dörflichen Strukturen in Weber-, Hasen- und Engelgasse aufspüren.
Vom Viehmarktplatz kommt man – vorbei am „Wasserschöpfer“ – zum „Stadtschloss“, das eher ein großes Bürgerhaus ist. Die vermögende, 1553 nach Leutkirch zugezogene Kaufmannsfamilie Furtenbach erbaute es. Ihre Angehörigen findet man fortan immer in städtischen Ämtern. Der berühmteste unter Ihnen ist Joseph Furtenbach (1591 – 1667), an den der neu angelegte „Furtenbach-Garten“ erinnert. Man betritt ihn durch ein schönes, kunstgeschmiedetes Tor. Bekannt ist auch Gabriel von Furtenbach, Hofarzt zu Zeil, Verfasser einer wichtigen Chronik des 30-jährigen Krieges in Oberschwaben. Dieser Krieg schlug Wunden, die bis zum Ende des Reiches nicht verheilten. Furtenbach schildert auch den denkwürdigen 15. April 1632, an dem die Schweden Leutkirch berannten und die Kaiserlichen „darinnen herumb jagten“. Auch Matthäus Merian hält dieses Ereignis in seinem berühmten Stich fest. Er war einmal mehr der Erste, der die Konturen einer Stadt auf dem Reißbrett festgehalten hat.
Rund ums Rathaus
Am Rathaus und dem platzartigen, ansteigenden Gänsbühl schlägt das Herz der Stadt. Der Gänsbühl ist seit uralter Zeit Bühne und Forum für Märkte und Feste, ein Brunnen versorgte Mensch und Vieh, arme Sünder standen hier am Pranger und vom Rathausbalkon verkündeten diejenigen, die etwas zu sagen hatten, ihre Botschaften. Fremden bietet sich ein beliebtes Fotomotiv: Rathaus aus dem Barock, Kanzlei von 1617, das Haus „zum Bock” aus dem 15. Jahrhundert, aus der Reihe tanzend ein schmalbrüstiges Barockhäusle und alles überragend der Bockturm aus dem Mittelalter. Auch der Blick zurück lohnt: Kornhaus um 1500 erbaut sowie die „Krone” und die „Traube”, an der Renaissance-Fassadenmalerei freigelegt werden konnte. Im Süden, ans Rathaus angelehnt, die ehemalige Stadtapotheke mit ihren Arkaden und einem sehenswerten Interieur. Eine Tafel erinnert daran, dass in diesem Haus die resolute Bürgermeistersfrau von Schorndorf, Barbara Walch-Künkelin, geboren ist. Sie brachte es fertig, dass das 1688 von französischen Truppen belagerte Schorndorf gehalten werden konnte.
Schneegasse
In der Schneegasse stehen bescheidene, an die Stadtmauer angeklebte Häuser; Stufen führen nach unten – in die ehemalige „Dunk”. So hieß früher der wahrhaft ungesunde Webkeller der Weber. Nach dem 30-jährigen Krieg hat die Leineweberei an Bedeutung verloren.
Museen
Elektrotechnisches Museum
Eine Sammlung von Waschmaschinen, Elektroherden, Kühlschränken, Radios und Plattenspielern zeigt die Entwicklung elektrischer Geräte seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Öffnungszeiten:
Termine auf Anfrage bei Manfred Stör, Tel. 07561 912047
Historische Glashütte mit Museum, Schmidsfelden
Im historischen Glasmacherdorf Schmidsfelden, das unter Denkmalschutz steht, wurde noch bis 1898 Glas produziert. Die ehemalige Glashütte wurde in den letzten Jahren auf Initiative der „Heimatpflege Leutkirch e. V.“ renoviert und vor dem Verfall gerettet. Auch eine Einkehrmöglichkeit ist vorhanden. Gegenwärtig ist man daran, auch die übrigen Gebäude des Dorfes wieder zu beleben und herzurichten. Ein Handwerkermarkt im Mai und das traditionelle Glashüttenfest im September bieten Unterhaltung und Information rund um die Glasmacherei. Die genauen Termine sind im Veranstaltungskalender zu finden.
Museum im Bock
Die Geschichte der Stadt und ihrer Bevölkerung wird hier anschaulich gezeigt. In den vollständig eingerichteten Werkstätten eines Käsers, Wagners, Schuhmachers, Seilers und Schmieds wird der Besucher u. a. in die Arbeitswelt von damals zurückversetzt. Eine Sammlung von reich ausgestatteten Puppenstuben gibt Einblick in das „bürgerliche Wohnen“ im 19. Jahrhundert. Religiöse Volkskunst und Werke der Schnitzkunst aus Gotik und Barock bilden einen der Schwerpunkte des Museums. Die Abteilung „Glas“ zeigt neben vielerlei Werkzeug kunstvolle Gläser, die im Glasmacherdorf Schmidsfelden, etwa 10 km von Leutkirch, hergestellt wurden. Sonderausstellungen, Konzerte, Vorträge und Vorführungen in den Werkstätten bieten immer wieder neue Anreize das Museum im Bock zu besuchen. Öffnungszeiten: ganzjährig: Sonn- und Feiertage 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Mittwoch 15 bis 18 Uhr
Galerie im Kornhaus
In der Galerie im Kornhaus werden ständige Ausstellungen mit Werken von Künstlern der Region gezeigt.
Galerie im Torhaus
In der Galerie im Torhaus (Schneegasse 11) stellen zwei Mal im Jahr renommierte Künstler aus. Im Auftrag der Stadt Leutkirch organisiert der Förderkreis Galerie im Torhaus ambitionierte Ausstellungen in dieser kleinen aber feinen städtischen Galerie im Herzen der Altstadt.
Kulturelles
Leutkirch bietet Einheimischen und Gästen ein reiches und abwechslungsreiches Kulturleben. Im Auftrag der Stadt organisiert die Volkshochschule Gastspiele der Landestheater und renommierter Tourneebühnen in der Festhalle. Auch die ambitionierten Produktionen der einheimischen Theatergruppen, insbesondere in den Leutkircher Ortschaften, sind aus dem kulturellen Leben nicht mehr wegzudenken. In der Konzertreihe „Leutkircher Klassik“ gastieren hochklassige Kammerensembles und Orchester, beim Leutkircher Sommerjazz jazzen bekannte Combos der süddeutschen Jazz-Szene im idyllischen Hof des Heimatmuseums hinter dem Bockgebäude. Höhepunkte im Konzertleben der Stadt sind die Auftritte des Städteorchesters Württembergisches Allgäu im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres in der Festhalle. Feste Plätze im Konzertkalender haben auch die Konzerte der heimischen Chöre und Blaskapellen. Ein wichtiger Leistungsträger des kulturellen Lebens der Stadt ist der Kulturverein Larifari. Der ehrenamtlich getragene Verein organisiert Kleinkunst, Kabarett, aber auch Blues- und Rockkonzerte und die überregional vielleicht bekannteste Leutkircher Kulturveranstaltung, den „Talk im Bock“, zu dem Moderator Bernd Dassel jeden Monat prominente Talkgäste in die Provinz holt. Gemeinsam mit der VHS veranstaltet der Kulturverein auch die Leutkircher Kleinkunsttage im Oktober mit vier Veranstaltungen.
Feste + Feiern – Ein Blick in den Jahreslauf
Das Markttreiben in Schmidsfelden lockt seit Jahren Tausende Besucher in das ehemalige Glasmacherdorf zwischen Leutkirch und Kempten. Immer um den Muttertag treffen sich am 2. Maiwochenende zahlreiche Kunsthandwerker rund um die älteste erhaltene Glashütte Deutschlands. Der malerische, sonst so stille Weiler verwandelt sich dann in ein Märchenbild aus alten Zeiten. Nach hundert Jahren Pause wird wieder echtes Glas aus Schmidsfelden fabriziert.
Freizeit- und Sportmöglichkeiten
Im Sommer
Viele Seen und Weiher prägen die Region. Das Freibad Stadtweiher ist ein beliebtes Naturfreibad mit großer Liegewiese, Planschbecken für Kleinkinder, beheiztem Schwimmbecken für die Großen, Spielplatz, Beachvolleyball, Tischtennis, Kicker und anderen Spielen. Der Kiosk mit Terrasse ist Treffpunkt für Jung und Alt. Öffnungszeiten: geöffnet bei gutem Wetter täglich von 08.30 Uhr im Juni und Juli bis 20.30 Uhr; (Kemptener Straße, Info-Tel. Freibad 07561 3204 oder
Touristinfo 07561 87154).
Auch das Moorfreibad Herlazhofen (Tel. 5513) oder der Ellerazhofer Weiher bieten naturnahes Badevergnügen in reizvoller Landschaft.
Nicht weit vom „Stadtweiher“, inmitten der idyllischen Umgebung der Wilhelmshöhe, liegt die Kneipp’sche Wassertretanlage. Von Mitte April bis Ende Oktober können sich Kneipp-Begeisterte im natürlichen Quellwasser abhärten. Zum Ruhen gibt’s gemütliche Sitzmöglichkeiten unter altem Baumbestand und ein großes Spazierwegenetz rund um die Wilhelmshöhe und den Stadtweiher.
Angeln
Sportangler finden um Leutkirch zahlreiche Angelmöglichkeiten: Repsweiher Leutkirch, Herlazhofer Weiher, Eschach, Nibel, Rempertshofer Aach, Stausee Pfänders bei Haslach.
Minigolf
Beim Gasthof Bayrischer Hof befindet sich eine 18-Loch-Minigolf-Anlage
Tennisspielern stehen zehn Freiplätze an der Kemptener Straße (Tel. 3833) sowie drei weitere in Herlazhofen zur Verfügung.
Im Winter
Langlauf-Loipen in und um Leutkirch
Auf dem ca. 175 km² großen Gemeindegebiet Leutkirchs sind insgesamt 18 Loipen mit einer
Gesamtlänge von fast 170 km angelegt, für Anfänger und Geübte gleichermaßen. Außerdem gibt es zwei Skating-Loipen und in Leutkirch zusätzlich noch eine Flutlichloipe.
Ganzjährig
In der Schwimmhalle Oberer Graben (Lehrschwimmbecken) steht ein Schwimmbecken zur Verfügung, Beckengröße 12,5 x 6 m (Tel. 07561 98596-17). Während der Schulferien ist das Hallenbad geschlossen.
Spaziergänge in Stadtnähe
Ein Gang auf die gut 60 m über der Altstadt gelegene Wilhelmshöhe (710m), benannt nach König Wilhelm I. von Württemberg, gehört zum Pflichtprogramm eines Besuchers. Hier wird unter schattigen Linden gefeiert, musiziert und gespielt, vor allem im Juli beim viertägigen Kinderfest.
Vom Standpunkt Pulverturm lässt sich auch das Furtenbachschloss in einem kurzen Spaziergang erreichen. Zwischen kräftigen Eichen und Linden hindurch gelangt man in eine Obstwiese und sieht das Schloss mit dem mächtigen gestuften Walmdach (heute St. Anna Heim). Dem Schloss ist 1742 eine kleine architektonische Kostbarkeit hinzugefügt worden, das Gartenhaus.
Gut fünf Gehminuten weiter kommt man zum Stadtweiher. Ein Spaziergang um das Gewässer auf schön hergerichteten Wegen ist ein Genuss. Schautafeln informieren über die Flora und Fauna des naturbelassenen amphibischen Gebiets. Der Wanderer beobachtet Graureiher, Möwen und Enten. Eine Grillstelle lädt zur geselligen Rast ein.
Wandern
In Leutkirch kommen nicht nur Radfahrer auf ihre Kosten. 14 Rundwandertouren mit insgesamt ca. 150 km Länge bieten Wanderern landschaftlich reizvolle Ausflugsmöglichkeiten von ca. 1 bis 5 Stunden Länge. In der Radwander- und Wanderkarte im Maßstab 1 : 40.000, die bei der Touristinfo und im örtlichen Buchhandel erhältlich ist, sind alle Wandertouren enthalten.
In Schmidsfelden wird deutlich wie sonst selten, dass die Nutzung das Bild einer Landschaft prägt und dass Nutzungsänderungen das Landschaftsbild verändern. In der Naturschutzstation Schmidsfelden wird dies erläutert, auf drei Rundwanderwegen um das Dorf veranschaulicht. Ein Führer zu den drei Rundwanderwegen ist in der Touristinfo kostenlos erhältlich.
Naturlehrpfade
Rund um das Naherholungsgebiet Stadtweiher wurde der Naturlehrpfad Leutkirch angelegt. Auf 12 Schautafeln wird die Ökologie und die Geschichte des Stadtweihers veranschaulicht.
Radfahren
Die Stadt Leutkirch verfügt über ein ausgeschildertes Radtourennetz von über 220 km Länge. Vom Viehmarktplatz führen 10 Radtouren sternförmig in die nähere Umgebung. Verbunden werden diese einzelnen Radwege durch zwei Rundwege von ca. 25 km und 75 km.
Der Radwanderweg Allgäu, ein ca. 100 km langer ausgeschilderter Rundweg, führt über Altusried, Kempten, Buchenberg, Weitnau und Isny zurück nach Leutkirch.
Der Radwanderweg Donau-Bodensee führt entlang der Oberschwäbischen Barockstraße. Ostroute: Bad Wurzach, Leutkirch, Isny, Wangen.
Skateranlage
Im Trend und ein viel genutzter Freizeitspaß für die Jugend ist die Skateranlage in der
Bischof-Sproll-Straße zwischen Haus Regina Pacis und Delta-Möbel.
Waldsportpfad
Idyllisch gelegen lädt der Leutkircher Waldsportpfad zu einer ausgedehnten Trimm-Dich-Runde ein. 2,7 km lang ist er und hat 21 Fitness-Stationen. Der Weg überwindet einen Höhenunterschied von immerhin 60 m. Mehrmals in der Woche treffen sich Laufgruppen, bei denen jeder mitmachen kann.
Wichtige Adressen und Telefonnummern
Touristinfo , Marktstraße 32, 88299 Leutkirch im Allgäu, Tel.: 07561 87154, Fax: 07561 87186,
e-mail: touristinfo@leutkirch.de, Internet: www.leutkirch.de