Die Urlaubsregion Allgäu ist eines der schönsten Gebiete des klassischen Urlaubslands Bayern. Zwischen der Iller im Westen, dem Lech im Osten, dem Allgäuer Alpenkamm und dem Bodensee im Süden und dem durch einen Meteoriteneinschlag vor rund 15 Mio. Jahren entstandenen Ries-Kessel im Norden gelegen ist es ein exzellentes Ganzjahres-Ferienland. Die Vielfalt der Landschaft vom Hochgebirge über die Voralpenlandschaft bis zum mittel- und nordschwäbischen Hügelland trägt dazu bei, dass hier jeder Gast den Urlaub machen kann, den er sich wünscht.
Im Allgäu wohnt man noch individuell, der Familienanschluss ist in vielen Fällen eine Selbstverständlichkeit. Es überwiegen die kleineren Häuser. Diese bieten den Gästen aus Nah und Fern genau das, was man in vielerlei Prospekten so gerne als “Heimat auf Zeit” bezeichnet.
Die sprichwörtliche Allgäuer Gastfreundschaft und die einzigartige Landschaft machen das Allgäu zu einem der bedeutendsten Erholungsgebiete Deutschlands. Kein Wunder also, dass mancher Tourist bereits das zehnte, zwanzigste oder gar das dreißigste Mal im Allgäu ist und somit fast schon selbst ein “Hiesiger”.
In Luxushotels, die es an nichts fehlen lassen, nächtigen auch Prominente und Präsidenten. Berghütten mit Matratzenlagern finden die Abenteurer. Dazwischen liegt alles, was das Urlauberherz begehrt: Pensionen mit Familienanschluss, Ferienwohnungen (auf Wunsch mit Frühstück), Quartiere auf den Bauernhöfen (ideal vor allem für Familien mit Kindern), Kurhotels, Fachkliniken, die jede Menge Anwendungen und ärztliche Begleitung bieten, oder ganz einfach ein Zimmer mit Frühstück.
Dass auch die heimische Gastronomie über einen hohen Standard verfügt, versteht sich nahezu von selbst, wobei neben den Gerichten der “internationalen Küche” auch die heimischen Spezialitäten wie Kässpatzen oder Schupfnudeln Anklang bei den Gästen finden. Schließlich hat der Tourismus im Allgäu eine mehr als 100-jährige Tradition.
Das Allgäu strahlt Gelassenheit aus. Man verstand es zu allen Zeiten, Strömungen zu filtern, sich manches zu eigen zu machen. Gerne gepflegtes Erbe scheinen die kulinarischen Genüsse zu sein. Handgemachte, frische Maultaschen etwa, mit einer Spinat-Brennnesselmischung gefüllt, muten nahezu italienisch an. Ebenso souverän adaptiert sind – aus Zeiten österreichischer Herrschaft – süße Strudel und Aufläufe. Wohlhabende Handelsherren aus dem Allgäu pflegten einst Kontakte ins benachbarte Österreich, aber auch bis nach Italien, Frankreich oder Holland. Kein Wunder also, dass man heute eine wahrhaft barocke Freude am Genuss feststellen kann.
Der historische Kontrast des Lebensstils in der Stadt zum bäuerlichen Leben auf dem Lande erschließt sich dem aufmerksamen Beobachter beim Lesen einer Speisekarte: “Arme-Leute-Gerichte” wie Kässpätzle oder Schupfnudeln mischen sich mit Feinem aus der Region: etwa Wildgerichte, zarte Kalbfleischvariationen oder leckere Bachforellen. Die Zubereitung mit frischen Kräutern, zu denen auch Salbei und Rosmarin gehören, verrät die Vertrautheit mit dem Süden – im Allgäu gewachsene Tradition. Und wer sich auskennt, kann die Kräuter – sozusagen als Beweis für die Verbreitung – in den alten Hausgärten der Bauernhöfe entdecken.
Manchmal rückt das ganz Einfache in den Mittelpunkt, Milch zum Beispiel. Im Allgäu gehört sie für Urlauber und Einheimische zu den besonderen Genüssen der Region. Eine Vesper kann so zum Erlebnis werden: Frische, sahnige Milch genießen, Käse und Butter dazu, die reine, klare Luft spüren und den Ausblick auf die nahen Alpen und die saftig grünen Wiesen.
Wenn es um Frische und Qualität geht, wird man im Allgäu besonders verwöhnt. Die Bauern sind nah, so dass viele Gasthäuser ihre Produkte direkt von “ihrem” Bauern, immer öfter sogar von “ihrem” Ökobauern, beziehen. Dieser Umstand sorgt für Vielfalt. Denn Unterschiede gibt es – beispielsweise bei der Zubereitung einer traditionellen Bratensülze. Fast jede Vesperstube, jedes Gasthaus hat ein “persönliches Rezept”. Und Liebhaber schwärmen etwa von der Prise Majoran im Braten, dem beigelegten feingeschnittenen Gemüse oder der besonders erfrischenden Würze. Ähnlich ist es bei den Käsesorten. Für Backsteinkäse beispielsweise, sauer angemacht, oder Quark- und Frischkäsezubereitungen gibt es wahre Experten. Nicht selten verfügen deshalb Einheimische über eine stattliche Liste von Geheimtipps, die sie bei Bedarf gerne verraten. Einfach nachfragen!